| 1200 v. Chr. |
Minos, König von Kreta, benutzt Kondome aus Ziegenblasen. |
| 1554 |
Der italienische Arzt Fallopio verwendet getränkte Leinensäcke als Schutz vor Krankeiten beim Verkehr gegen die ansteckende Syphillis, die Seefahrer aus Amerika mitbrachten. |
| 1655 |
Der englische Hofarzt Dr. Condom empfiehlt Kondome aus Hammeldärmen und wird dafür zum Ritter geschlagen. |
| 1760 |
Casanova, der berühmteste Liebhaber aller Zeiten, nutzt Condome im 18. Jahrhundert zu allerlei amüsanten Gesellschaftsspielen. Zu seiner Zeit sind Condome noch von Hand gefertigt, die Luxusausführungen werden mit Samt und Seide gefüttert. Sie werden selbstverständlich mehrfach benutzt, zwischendurch getrocknet und wenn nötig mit Knochenleim und Tierdarm sorgfältig repariert. |
| 1839 |
Für Condome kommt der Durchbruch mit einem Material, das man in Europa schon seit 100 Jahre verarbeitet: Kautschuk. Charles Goodyear macht den Pflanzensaft Kautschuk dauerhaft elastisch, entwickelt das Verfahren der Vulkanisation und erfindet den Autoreifen. 1855 stellt er das erste Gummi-Condom her. Es hat noch eine Längsnaht und eine Wandstärke von 1-2 mm. (heute: 0,06 mm). |
| 1855 |
George Bernand Shaw bezeichnet das Gummi-Präservativ als die größte Erfindung des Jahrhunderts. |
| 1912 |
Ein Mann perfektioniert die Condom-Produktion, indem er Glaskolben in die Rohgummilösung taucht. Mit dieser Technik gelingt es ihm, hauchdünne Condome mit Reservoir ohne eine Naht herzustellen. Der Name des Mannes ist Julius Fromm. |
| 1919 |
Julius Fromm stellt erstmals maschinell gefertigte Kondome her. |
| 1981 |
Das erste deutsche Qualitätssiegel für Kondome wird erteilt: das dlf-Gütesiegel. |
| heute |
Kondome haben sich als wirksames Verhütungsmittel etabliert. Denn sie sind das einzige Verhütungsmittel, das vor ungewollter Schwangerschaft und gleichzeitig vor Infektionen schützt. In Deutschland werden im Jahr 2000 über 200 Millionen Kondome verkauft. |